Neue Gefahr für Kinder: Landesregierung warnt vor "Fluffy-Bällen" aus China
Gefahren im Kinderzimmer - Spielzeug muss sicherer werden!
Fast wöchentlich prasseln neue Hiobsbotschaften über giftige Substanzen
in Plastikspielzeug oder Schadstoffe in Babyflaschen auf verunsicherte
Eltern ein. Laut Nachrichtendienst RP Online warnte die nordrhein-westfälische Landesregierung vor wenigen Tagen sogar ganz
eindringlich vor einer bestimmten Sorte Bälle, die - aus China
importiert - so leicht entflammbar sind, dass sie eine echte
Lebensgefahr für Ihre Kinder darstellen! Diese bunten Bälle heißen "Fluffy-Bälle", sind sehr leicht entzündlich und können schwerste Brandwunden bei Ihrem Kind auslösen - so das Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit. Der Düsseldorfer Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) versprach, gegen die Importeure der chinesischen Billigware vorzugehen und die "Fluffy-Bälle" schnellstmöglich aus den Spielwarenläden zu verbannen.
Spielzeug und Gefahr? Laut bild.de stammen allein 65 Prozent der in Europa verkauften Spielzeuge aus China. Bedauerlicherweise gibt es EU-weit noch keine allgemein verbindliche Sicherheitsvorschrift für Kinderspielzeug, die die Grenzwerte für Gifte und Schwermetalle so niedrig ansetzt, dass keine Gefahr mehr für die Kinder besteht. Viele der importierten Spielwaren enthalten gefährliche Chemikalien oder Schwermetalle, die unter anderem Krebs hervorrufen können. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner macht sich seit längerem für eine Verschärfung der Kontrollen und für engere Grenzwerte stark.
Auch die österreichische Umweltorganisation Global 2000 testete erst kürzlich Kinderspielzeug auf gesundheitsgefährdende Stoffe, wie z.B. Weichmacher. Die Testergebnisse zeigten bedenklich hohe Werte an Giftstoffen im Kinderspielzeug (s. auch ots.at).

Vieles erweckt den Eindruck, dass sich Spielzeugentwickler keine oder
wenig Gedanken darum machen, ob sie mit ihren Kreationen Schaden
anrichten können. Wenn man von den Chemikalien mal absieht, sind
Hauptgefahren vor allem die Entflammbarkeit, die falsche
Altersdeklaration (besonders in Bezug auf verschluckbare Kleinteile)
sowie die Möglichkeit, dass das Kind sich beim Spielen schneidet oder
stranguliert. Sie als Eltern schützen mit unglaublich vielen
Vorkehrungen Ihre Kinder vor Gefahren im Straßenverkehr, wie können Sie
Ihr Kind vor unsachgemäßem Spielzeug schützen?
Wichtig ist ein bedachter Spielzeugkauf. In Zeiten der großen
Billig-Spielzeug-Welle, die uns aus Fernost überrollt, ist es
wohltuend, auf das eine oder andere schlichtweg zu verzichten. Achten Sie
vor allem auf das Herkunftsland: Kommt das Spielzeug nicht aus China,
ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es zumindest gründlicher auf
Schadstoffe geprüft wurde. Das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit ist
ein Indikator, dass das Spielzeug auf Entflammbarkeit und Gefahr für
Kinder gecheckt wurde. Kaufen Sie bitte ausschließlich altersgerechtes
Spielzeug. Auch wenn Papa noch so sehr eine Carrera-Bahn für den
Jüngsten herbeisehnt - solange Junior erst anderthalb ist und sich
Autoteile in Ohr oder Nase steckt, möge er bitte die Finger davon
lassen!
Befühlen Sie neu gekauftes Spielzeug. Hat es scharfe Kanten? Lösen sich
die Bauteile leicht ab und könnten durch Ihr Kind verschluckt werden?
Haben Sie keine Hemmungen, beschnuppern Sie das Objekt der Begierde,
steigt Ihnen ein chemischer, unangenehmer Geruch in die Nase, deutet
das auf Schadstoffe hin. Dann gilt es, lieber Alternativen zu suchen.
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