Kinderhandy: was sollte man beim Kauf eines Handys für Kinder beachten?

Nützliche Tipps zum Thema Kinderhandy & geeignete Handy Tarife für Kinder

Nach Angaben des Branchenverbands BITKOM e.V. verfügt bereits die Hälfte aller Kinder zwischen 6 und 13 Jahren über ein eigenes Handy. Und um selbst die Jüngsten noch stärker zu erreichen, bieten Gerätehersteller zunehmend auch so genannte „Kinderhandys“ an und Mobilfunkanbieter versprechen Eltern, dass sie mithilfe spezieller Kindertarife die volle Kostenkontrolle behalten, wenn das Kind ein Handy nutzt. Allerdings sind nicht alle Geräte für Kinder geeignet und „Kostenfallen“ trotzdem nie ganz ausgeschlossen.

Insbesondere sollten Sie beachten, dass Ihnen die speziellen Handys für Kinder in Kombination mit einer per Dauerauftrag wiederaufladbaren Prepaid-Karte zwar Sicherheit in punkto Kosten bieten, aber nur für Kinder bis 9 Jahre in Frage kommen. Denn spätestens dann werden sie – zumindest die im knallbunten oder tierähnliches Design – laut Verivox als „Babykram“ empfunden. Diese Handys für die Kleinen sind dann meist auch nur mit wenigen Kurzwahltasten und einer Notruftaste ausgestattet. Kamera, WAP-Browser und MMS-Funktion gehören in der Regel nicht zum Funktionsumfang, ebenfalls sind Auslands- und Sonderrufnummern gesperrt.

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Nachdenklich stimmt zudem ein aktueller Test der Zeitschrift Computerbild: Viele der getesteten Kinderhandys erhielten die Note „mangelhaft“. In drei Geräten – dem „Wawa“ von Easy Great Technology, dem „M01“ von Imaginarium und dem „K2“ von Kandy Mobile – wurden jeweils gesundheitsschädliche Weichmacher gefunden. Das Handy für Kinder, das „Cally A88“ von Asmetronic, übersteigt sogar den EU-Strahlungsgrenzwert. Selbst eines der besseren Handys, das „Baby Contact“ von Senotech, erhielt nur die Note „ausreichend“, da es eine schlechte Tonqualität bietet und Telefonate auf 50 Sekunden begrenzt sind.

Wenn Sie sich deshalb nicht für ein Kinderhandy entscheiden möchten, stellt ein normales Handy mit Prepaid-SIM-Karte eine Alternative dar. Zwar sind auch Postpaid-Tarife für Kinder erhältlich wie zum Beispiel der Tarif „TOGGO mobile“ der RTL DISNEY Fernsehen GmbH; günstiger sind laut Verivox allerdings die Discount-Tarife der Prepaid-Anbieter blau.de, Simyo und FONIC, mit denen die SMS und Anrufminute jeweils nur 9 Cent kosten.

Daneben haben die bekannten Mobilfunkanbieter verschiedene Prepaid-Kinder-Karten im Angebot: Mit der „CallYa Juniorkarte“ können SMS für 15 Cent versendet werden; kostenloses Anrufen zu Hause und auf Wunsch die Sperrung von Auslandsrufnummern und Internetzugang sind möglich. Ebenso bei der „Combi Card Teens“ von T-Mobile, die netzinternen SMS-Versand für nur 5 Cent und zusätzliche Sperrfunktionen bietet (z.B. für Premium-SMS-Dienste, MMS, Sonderrufnummern, Klingelton-Abos). Mit der „Disney Youngster-Karte“ von E-Plus kann dagegen für 2,50 Euro monatlich kostenlos zu fünf Rufnummern telefoniert werden; SMS kosten zusätzlich je 19 Cent, die über das Disney Portal herunterladbaren Hintergrundbilder und Klingeltöne 1 Euro je MB.

Eine Prepaid-Karte von Vodafone, T-Mobile oder E-Plus ermöglicht Ihnen zudem, dass Sie Ihr Kind jederzeit via SMS oder Internet über den kostenpflichtigen Dienst „Track Your Kid“ orten können. Die eingesetzte GMS-Ortung funktioniert im Gegensatz zur GPS-Ortung, die in einigen Kinderhandys integriert ist, auch in Innenräumen, in denen Handyempfang besteht.

Die besten Handys für Kinder

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